Wie entsteht Propolis:
Propolis, auch Kittharz genannt, ist ein von Honigbienen hergestelltes Schutzharz. Der Entstehungsprozess umfasst das Sammeln natürlicher Rohstoffe und deren anschließende Veredelung im Bienenstock.
1. Sammeln der Rohstoffe
Spezialisierte Sammelbienen suchen gezielt Pflanzen auf, um Harze zu gewinnen.
- Quellen: Die Bienen sammeln das klebrige Harz hauptsächlich von den Knospen und der Rinde von Bäumen wie Pappeln, Birken, Erlen, Kastanien sowie Nadelbäumen wie Fichten und Kiefern.
- Transport: Die Bienen nagen das Harz mit ihren Mundwerkzeugen (Mandibeln) ab und transportieren es in den Pollenkörbchen an ihren Hinterbeinen zurück zum Stock.
2. Verarbeitung im Bienenstock
Nach der Ankunft wird das Rohharz von anderen Stockbienen abgenommen und weiterverarbeitet:
- Anreicherung: Die Bienen vermischen das Harz mit körpereigenen Enzymen (Speichelsekreten), Bienenwachs und Anteilen von Pollen.
- Konsistenz: Durch diese Mischung wird das ursprünglich spröde oder klebrige Pflanzenharz geschmeidig und zu Propolis umgewandelt.
3. Zusammensetzung
Das fertige Propolis ist ein komplexes Gemisch, das je nach Region und Jahreszeit variiert. Typischerweise besteht es aus:
- Harzen und Balsamen: ca. 50–55 %
- Bienenwachs: ca. 25–30 %
- Ätherischen Ölen: ca. 8–11 %
- Pollen: ca. 5 %
- Zusatzstoffen: Vitamine, Mineralstoffe und Flavonoide.
4. Verwendung durch die Bienen
Die Bienen nutzen Propolis als „externes Immunsystem“. Sie dichten damit Ritzen gegen Zugluft ab und überziehen den gesamten Stock mit einer dünnen Schicht, um die Ausbreitung von Bakterien, Viren und Pilzen zu verhindern.
Warum sammeln Bienen Propolis?
- Antibakteriell: Es tötet Viren, Pilze und Bakterien ab.
- Schutz: Es schützt den Stock vor Krankheiten und Witterungseinflüssen.
- Sterilisation: Es sorgt
für eine fast sterile Umgebung, ähnlich einem Operationssaal.
Das Sammeln von Propolis ist eine anspruchsvolle Aufgabe und nur den erfahrensten und ältesten Bienen vorbehalten. Dafür tragen sie eine harzige Substanz von den Knospen und Rinden verschiedener Bäume zusammen. Den Rohstoff transportieren sie zum Bienenstock und verarbeiten ihn dort weiter. Sie veredeln ihn mit Wachs, Pollen und körpereigenen Enzymen. Daraus entsteht Propolis, auch bekannt als das Schutzharz der Bienen.
In einem Bienenstock leben und arbeiten oft mehr als 50.000 Bienen bei 37°C und feuchter Luft auf engstem Raum zusammen. Damit sich keine Krankheiten ausbreiten, nutzen die schlauen Bienen das Schutzharz, um Waben und undichte Stellen zu verkitten. Der gesamte Bienenstock ist mit einer dünnen Propolis-Schicht überzogen. Ein „Propolis-Teppich“ vor dem Einflugloch, über den die eintreffende Bienen krabbeln, schützt zusätzlich vor dem Eindringen von Keimen. Auch im Bienenstock selbst wirkt Propolis: Pilze, Viren und Bakterien können sich nicht vermehren und werden abgetötet. Dank dem Schutzharz ist es im Inneren des Bienenstocks ähnlich steril wie in einem Operationssaal und Krankheiten können sich erst gar nicht ausbreiten. Nicht umsonst wird Propolis auch als „externes Immunsystem der Bienen“ bezeichnet.
Behutsam und erfahren
Bienen sind für Natur und Mensch unersetzbar. Es ist daher von großer Bedeutung, dass das Leben im Bienenstock nicht beeinträchtigt wird. Wie auch bei der Honig-Ernte, gehen bei der Propolis-Ernte erfahrene Imker ans Werk. Um das sensible Gleichgewicht im Bienenstock nicht zu stören, können pro Jahr lediglich ca. 100g gewonnen werden.
Das Multitalent aus dem Bienenstock
Die antibakteriellen und entzündungsvorbeugenden Effekte von Propolis werden z.B. auch in der medizinischen Pflege der Haut und des Mundraumes sowie in der Behandlung von leichten Schleimhautentzündungen genutzt. Das macht den natürlichen Wirkstoff zu einem wahren Multitalent. Für die Mund- und Zahnpflege bringt Propolis keimhemmende und entzündungsvorbeugende Eigenschaften mit. In der Hautpflege unterstützt es die natürliche Zellerneuerung und beruhigt empfindliche oder gereizte Haut. Dank seiner Verträglichkeit eignet sich Propolis für Groß und Klein sowie für die langfristige, regelmäßige Einnahme.
Propolis ist ein wahres Naturtalent. Mit seinen vielen positiven Eigenschaften ist es das Schutzharz der Honigbiene und wirkt im Bienenstock natürlich antibakteriell, antiviral sowie fungizid.
Seit Jahrtausenden bewährt
Bereits die Ägypter, Griechen und Römer setzten Propolis bei verschiedenen Krankheiten oder Verletzungen ein. In Ägypten wurden die Toten mit Propolis einbalsamiert, um sie vor Verwesung zu schützen. Aristoteles und Hippokrates verschrieben Propolis, um Geschwüre zu heilen. Wie viele Naturarzneien geriet Propolis mit der modernen Medizin allerdings in Vergessenheit. Erst in den späten 60er Jahren wurde es von dem dänischen Bienenforscher Karl Lund Aagaard wiederentdeckt. Aagaard gilt als Pionier der Propolis-Forschung und erfand ein besonders schonendes Verfahren zur Weiterverarbeitung von Roh-Propolis. Seit Jahrtausenden bewährt, wird das Schutzharz der Biene heute wieder als Propolis Halspastille bei Halsschmerzen, in der medizinischen Mund- und Zahnpflege, in der Hautpflege sowie in Kombination mit Zink oder Vitamin C während der kalten Jahreszeit eingesetzt.
Was sind eigentlich Phytamine?
Die positiven Eigenschaften von Propolis sind auf die darin enthaltenen Phytamine zurückzuführen. Sie werden auch Polyphenole oder sekundäre Pflanzenstoffe genannt und kommen als bio-aktive Substanzen in allen Pflanzen vor. In Propolis heerscht dabei eine besonders hohe Konzentration an Phytaminen.
Was kann Propolis:
Propolis wirkt stark entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und antioxidativ, stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Es wird zur Hautpflege bei Problemen wie Akne oder Ekzemen, zur Unterstützung bei Infekten (Hals, Atemwege), zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Förderung der Hautregeneration eingesetzt, kann aber auch allergische Reaktionen auslösen.
Hauptwirkungen
Antimikrobiell: Wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze.
Entzündungshemmend: Reduziert Entzündungen, lindert Rötungen und Schwellungen.
Wundheilung: Beschleunigt die Heilung von Wunden, Verbrennungen und Hautverletzungen.
Immunstärkend: Stärkt die Abwehrkräfte und hilft, Infektionen abzuwehren.
Antioxidativ: Schützt die Zellen vor freien Radikalen.
Hautpflegend: Fördert die Zellerneuerung, macht die Haut geschmeidiger und kann Narbenbildung reduzieren.
Anwendungsbereiche
- Haut: Akne, Ekzeme, Psoriasis, Herpes, Wundbehandlung.
- Immunsystem: Infektanfälligkeit, Erkältungen, Grippeviren.
- Mund/Rachen: Halsschmerzen, Zahnfleischprobleme (z.B. durch Pastillen).
- Naturkosmetik: In Cremes, Salben, Lippenbalsam.
Wichtiger Hinweis (Nebenwirkungen)
- Allergien: Propolis ist ein häufiges Allergen. Bei bekannter Allergie gegen Bienenstiche oder Pollen sollte es vermieden werden. Bei ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion (Juckreiz, Ausschlag) das Produkt sofort absetzen.